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THOMAS EIGEL

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ÜBER DEN KÜNSTLER

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Turntable

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ÜBER DEN KÜNSTLER

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EINFÜHRUNG

Musik als Lebenshaltung, als Erweiterung der Wahrnehmung, als Mittel auch, um visuelle Vinyl-Schallplatten haben ganze Generationen kulturell geprägt. Musik als Lebenshaltung, als Erweiterung der Wahrnehmung, als Mittel auch, um visuelle Träume und Fantasien zum Leben zu erwecken. Das Drehen der klingenden Scheibe als Türöffner zur Seele, als Ausdruck eines Gefühl, in der Seele des Menschen sei mehr präsent als nur die alltägliche Welt. Der studierte Ethnologe Thomas Eigel (*1959) lebt und arbeitet heute als Fotograf in Köln und Berlin. Seine Serie runder Bilder Turntables – zu Deutsch Plattenteller – verweist gekonnt auf diese historische Referenz Populär- und Musikkultur. Er spielt mit dem Abstrakten ebenso wie mit dem Psychedelischen von damals; seine rund ausgeschnittenen Objekte sind Vexierbilder. Manchmal scheinen wir uns in der rasanten Drehung zu verlieren, dann wieder erkennen wir plötzlich Formen und Bilder, die in uns selbst schlummern. Öffnen die Farbkreise tiefe Räume in die Wand hinein, oder scheinen sie uns entgegenzukommen, in den Raum hinein? „Design-Art“ ist zur Zeit im Trend. Thomas Eigels Turntables sind ein künstlerisch gelungenes Beispiel dafür! Und ein Beleg, wie heutige Künstler dem Grundgedanken der Pop-Art im noch jungen Jahrhundert zu neuer Vitalität und Aktualität verhelfen. Denn Pop heisst künstlerisch ja nichts anderes, als Elemente der populären Kultur konzeptuell-spielerisch zu verfremden und mit eigenen Visionen in Kunst zu verwandeln.


„Mit der Werkgruppe Turntable führt Thomas Eigel die Erkennbarkeit des Unerkenntlichen an die Grenzen von Physik und Psychodelik heran. Losgelöst von jeglicher Anbindung an Elemente von Wirklichkeit sind die Arbeiten scharfe, dynamische Farbspiralen mit hochglänzenden Oberflächen. Fotografische Arrangements mit ausgeprägtem Bewusstsein für Farbklänge, digital geschliffen, berühren in Turntable die sinnliche Wirksamkeit gegenstandsloser Malerei.“ Wolfgang Schöddert